Performance Max: wann ja, wann nein
Performance Max (PMax) ist Googles Flaggschiff-Werbeformat seit 2022. Es verspricht "AI-driven" Optimierung über alle Kanäle — Search, YouTube, Display, Discover, Gmail. Für Retailer funktioniert das oft wirklich. Für Lead Gen kann es pures Umsatz-Ertränken sein.
Wann PMax hilft
Retail mit qualitativem Product Feed. Wenn Sie einen E-Shop mit 500+ SKUs haben und jede SKU gute Bilder, Beschreibungen, Preise und Verfügbarkeit hat, verdient PMax in Kombination mit Shopping-Kampagnen. Der Algorithmus versteht Produkte und kann sie mit Kaufabsicht in Echtzeit paaren.
Breiter Katalog mit unterschiedlicher Marge. PMax kann Produkte mit höherer Marge priorisieren, wenn Sie ihm das über "value rules" erlauben oder conversion value goals einstellen.
Wann PMax schadet
Lead Gen. PMax verlässt sich auf Conversion-Signal. Wenn Sie Lead Form (Formular) haben, ist das Signal schwach und der Algorithmus kann es nicht optimieren. Sie enden mit teuren Leads niedriger Qualität.
Brand-lastige Kategorien. PMax "beansprucht" Brand Traffic — wenn jemand "Adlify" sucht, setzt PMax Brand Keyword auch in seine Kampagne ein und schreibt sich die Conversion zu, die auch ohne ihn stattgefunden hätte. Das verzerrt ROAS und fasst günstigen Brand Traffic als eigenen Verdienst zusammen.
Praktische Empfehlung
- Starten Sie PMax nicht ohne Shopping Campaign. Sie machen Partnerschaft, keine Konkurrenz.
- Reservieren Sie sich Brand Keywords für separate Search-Kampagne mit Negativen in PMax.
- Wenn Sie Lead Gen sind — testen Sie zuerst Search + Demand Gen, erst dann PMax.
- Verfolgen Sie cross-channel attribution. PMax schreibt sich gern das zu, was Sie auch ohne ihn hätten.